Samstag, 4. März 2017
Verloren
Das Klingeln meines Smartphones reißt mich aus dem Mittagsschlaf. Mini hat heute Nacht nicht viel geschlafen und war dann bereits um 5 Uhr wach und nicht mehr zum Weiterschlafen zu bewegen. Der erste Zahn ist durch.
Eine Nachricht ist angekommen. Von meinem Bekannten. Er will sich nicht mehr mit mir treffen. Wir haben uns zufällig kennengelernt und erst zwei mal getroffen. Er kam mir bisher ganz vernünfig und rational vor. Ich erzählte ihm von meinem Kinderwunsch und fragte, ob er sich vorstellen könne, ein Kind mit mir zu zeugen. Mit dem Becher, versteht sich. Ich neige dazu, die falschen Dinge zum noch falscheren Zeitpunkt zu sagen. In der Psychotherapie nenne ich das Konfrontation. Er hat eine Freundin und ich nehme an, sie wollte nicht, dass ihr Freund Vater wird. Es scheint für alle eine riesige Sache zu sein. Kurz, aber nur ganz kurz, frage ich mich, warum es für meinen Noch-Mann nicht eine ebenso große Sache ist.
Bin ich zu forsch? Bin ich vielleicht auch einfach noch zu hormonverseucht? Möglich wäre es, immerhin stille ich. Die Aussicht, in einem Becherchen das für mich aufzuheben, was ansonsten im Taschentuch landet, scheint für Männer kein besonders erquicklicher Gedanke zu sein. Beängstigend nahezu.
Und die Suche geht weiter.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen